23.08.2017

Fortbildung Antibiotika-Minimierung im Stall bald auch für Landwirte

Die europa- und weltweite Zunahme von Resistenzen bei bakteriellen Infektionserregern ist ...

... ein ernst zu nehmendes Problem sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin. Der Wettlauf mit den resistenten Bakterien kann erfahrungsgemäß nicht durch die Einführung neuer Antibiotika-Wirkstoffklassen gewonnen werden, sondern erfordert die Entwicklung neuer Bekämpfungsstrategien. Wichtige Bausteine sind dabei auch ein sparsamer und ziel- gerichteter Einsatz von Antibiotika und eine Zusammenarbeit aller Akteure. Dies schließt neben Human- und Veterinärmedizinern auch die Landwirte mit ein. Ein fundiertes Wissen zu den Mechanismen der Resistenzbildung und wirksamen Maßnahmen zu deren Vermeidung ist daher unerlässlich. Aus diesem Grunde wurde vom Institut für Mikrobiologie und Tierseu- chen am Fachbereich Veterinärmedizin an der FU Berlin, Vetion.de und der ATF 2014 die eLearning-Plattform VetMAB (www.vetmab.de) ins Leben gerufen, über die sich Tierärzte seit 2015 Wissen über die Entwicklung von Resistenzen sowie über die Möglichkeiten der Antibiotikaminimierung im Stall aneignen können. Da spätestens seit der 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes eine starke Notwendigkeit zur Zusammenarbeit aller Akteure der Tiergesundheit besteht, wird das Angebot nun für Landwirte erweitert und zusätzlich auf die besonderen Anforderungen an Tierärzte im öffentlichen Dienst eingegangen. Neben den grundlegenden Informationen zur Resistenzentwicklung und -selektionsvermeidung finden Landwirte unter VetMAB II bald maßgeschneiderte Strategien im Videoformat, um den Antibiotikaeinsatz in ihrem Stall zu minimieren.

www.vetmab.de

« zurück zu "News"

Share |

Impfstoffe & Sera 2014