01.03.2014

Vorgestellt

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) wurde 2004 im Zuge der Umsetzung des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung geschaffen.

Als unabhängiges wissenschaftliches Institut untersucht das IQWiG (www.iqwig.de) seitdem den Nutzen und den Schaden von medizinischen Maßnahmen und soll so dazu beitragen, dass Qualität und Wirtschaftlichkeit bei der Versorgung gesetzlich Krankenversicherter stimmen. Wichtig dabei ist: Das IQWiG führt keine eigenen klinischen Studien mit Patienten durch. Vielmehr sucht das Institut aus den vorhandenen Studien systematisch diejenigen heraus, die ausreichend verlässliche Ergebnisse liefern. Aus diesen Ergebnissen entsteht dann ein zusammenfassendes Gutachten, z. B. aus folgenden Bereichen:
- Arzneimittel
- nichtmedikamentöse Behandlungsmethoden (z. B. Operationsmethoden)
- Verfahren der Diagnose und Früherkennung (Screening)
- Behandlungsleitlinien und Disease Management Programme.
Für einen einzelnen Arzt werden die Auswirkungen der Arbeit des IQWiG spürbar, wenn der Gemeinsame Bundesausschuss
auf Grundlage der Ergebnisse beispielsweise bestimmte Verfahren oder Arzneimittel als unwirtschaftlich einstuft – mit der Konsequenz, dass Vertragsärzte sie nicht mehr zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherungen verordnen können. Eine weitere Aufgabe erhielt das Institut mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes im Jahr 2011. Das Gesetz verpfl ichtet die Pharmaunternehmen, den Zusatznutzen für neue Arzneimittel nachzuweisen und innerhalb eines Jahres den Preis des Arzneimittels mit der gesetzlichen Krankenversicherung zu vereinbaren. Kommt keine Einigung zustande, entscheidet eine zentrale Schiedsstelle über den Arzneimittelpreis. Das IQWiG kann in diesem Prozess als unabhängiges Institut mit der Bewertung des Zusatznutzens von Arzneimitteln beauftragt werden. Das IQWiG publiziert alle Ergebnisse auf seiner Website. Auf der gerade erst komplett überarbeiteten Seite www.Gesundheitsinformation. de stellt das Institut zudem allgemeinverständliche Informationen aus verschiedenen medizinischen Bereichen zur Verfügung. Aktuelle Themen sind beispielsweise Heuschnupfen oder die HPV-Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs.

IB

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