29.09.2018

Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

Der Mensch breitet sich in vielen Ländern immer weiter aus und zerstückelt in der Folge die Lebensräume verschiedener Tier...

Der Mensch breitet sich in vielen Ländern immer weiter aus und zerstückelt in der Folge die Lebensräume verschiedener Tierarten. Diese Zerstückelung bedeutet, dass in den Lebensräumen immer mehr Randbereiche entstehen, wie beispielsweise dem Rand zwischen Wald und angrenzenden Agrarräumen oder zwischen Wald und einer angrenzenden Savanne. Eine Wissenschaftlerin aus dem Institut für Zoologie der TiHo konnte mit Wissenschaftlern der Universität Toronto jetzt zeigen, dass diese veränderten Lebensräume bei den auf Madagaskar in Wäldern lebenden Mausmakis auch das Erbgut der Tiere beeinflussen.

Diese Studie gibt damit erste Hinweise auf molekulare Auswirkungen von Habitaträndern auf einer kleinen räumlichen Skala. Falls sich diese Befunde in einer größeren Studie bestätigten, hätte dies weitreichende Konsequenzen für unser Verständnis von Evolutionsprozessen“, so die TiHo-Forscherin. Zum Beispiel würde das bedeuten, dass Tierarten sich lokal stärker als bisher angenommen anpassen könnten.

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