26.09.2018

Hochsicherheitslabor im Robert Koch-Institut nimmt Betrieb auf

Ein neues Hochsicherheitslabor ging am 31. Juli im Robert Koch-Institut (RKI) in Betrieb. In dem Labor der höchsten Schutz...

Ein neues Hochsicherheitslabor ging am 31. Juli im Robert Koch-Institut (RKI) in Betrieb. In dem Labor der höchsten Schutzstufe (S4) können lebensbedrohliche, hochansteckende Erreger wie Ebola- oder Nipahviren sicher diagnostiziert und erforscht werden. Das S4-Labor ist eine vom restlichen Gebäude völlig getrennte luftdichte Einheit mit eigener Strom-, Wasser- und Luftversorgung. Mehrstufige Sicherheitssysteme verhindern, dass Viren nach außen gelangen.

In einem Hochsicherheitslabor werden Erreger der höchsten Risikogruppe 4 untersucht. Dazu zählen etwa Ebola-, Marburg-, Lassa-, Nipah- und auch die in Europa vorkommenden Krim-Kongo-Hämorrhagische-Fieber-Viren. Auch neuartige, bislang unbekannte Erreger, zum Beispiel das SARS-Virus im Jahr 2003, könnten vorsichtshalber in einem Labor der höchsten Schutzstufe bearbeitet werden. Im dem Hochsicherheitslabor soll jetzt unter anderem erforscht werden, wie lange Ebolaviren außerhalb von Wirtszellen vermehrungsfähig bleiben und welche Tiere das Virus natürlicherweise in sich tragen.

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