07.01.2019

Mit Multiorgan-Chip Tierversuche ersetzen

Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben einen sogenannten „Multiorgan-Chip“ entwickelt, das den Blutkreislauf und die Organe von Tieren oder Menschen simuliert. Das Mikrolabor auf einem ...

Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben einen sogenannten „Multiorgan-Chip“ entwickelt, das den Blutkreislauf und die Organe von Tieren oder Menschen simuliert. Das Mikrolabor auf einem Chip soll der Industrie helfen, neue Medikamente und Kosmetika zügiger als bisher zu entwickeln. Viele Tierversuche würden zudem überflüssig, so ein beteiligter Forscher. Zudem öffne dieses System die Tür zu einer individualisierten Medizin ein Stückchen weiter, in der Ärzte für jeden Patienten eine genau passende Therapie binnen Tagen statt Jahren ermitteln können.

In zahlreichen medizinischen Praxistests hat sich dieses Mikrofluidsystem bereits bewährt. Die Organzellen überleben in dem Multiorgan-Chip deutlich länger als in klassischen Petrischalen. Mikroskopisch kleine Ventile machen es zudem möglich, Infarkte zu simulieren: Per Softwarebefehl können die Anwender bestimmte Blutbahnen verriegeln, um beispielsweise zu überprüfen, wie und in welcher Zeit Nervenzellen auf einen Schlaganfall reagieren.

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