26.09.2018

Parasitenkrankheit gefährdet Vogelbestände

Immer mehr Wildvögel erkranken an der Vogeltrichomonose, die normalerweise Tauben befällt. So sind Epidemien bei Wildvögeln wie das Finkensterben in Großbritannien (2005) und in ...

Immer mehr Wildvögel erkranken an der Vogeltrichomonose, die normalerweise Tauben befällt. So sind Epidemien bei Wildvögeln wie das Finkensterben in Großbritannien (2005) und in Deutschland im Jahr 2009 auf diese Krankheit zurückzuführen. Verursacher der Vogeltrichomonose ist der einzellige Parasit Trichomonas gallinae, der sich hauptsächlich in den oberen Atemwegen vermehrt. Genetische Studien haben einige hochpathogene Varianten des Parasiten in Vögeln bestimmt, die für diese Epidemien verantwortlich waren. Die Verbreitung der Vogeltrichomonose und ihrer besonders gefährlichen genetischen Linien in Wildvögeln hat eine Arbeitsgruppe an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) zusammen mit Wissenschaftlern der Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische der JLU untersucht.

Die Studie zeigte eine hohe Infektionsrate bei Wildvögeln, die gefährliche Linie ist weit verbreitet: So wurde die hochpathogene genetische Linie des Parasiten in elf der 35 untersuchten Arten gefunden, einschließlich Tauben (Stadttaube, Ringeltaube, Hohltaube), Singvögeln (Grünfink, Buchfink, Amsel) und Greifvögeln (Turmfalke, Sperber, Rotmilan, Wanderfalke und Mäusebussard).

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