27.09.2019

Vorgestellt: Leibniz-Institut für Nutztierbiologie

Retten die Soldatenfliegen das Klima? Wie tickt unsere innere Uhr? Wie schlau sind Ziege, Schwein und Huhn und warum ...

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Retten die Soldatenfliegen das Klima? Wie tickt unsere innere Uhr? Wie schlau sind Ziege, Schwein und Huhn und warum werden Ferkel überhaupt kastriert? Zu diesen und vielen weiteren Fragen forschen die Experten am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN).
Das Institut widmet sich generell der anwendungsorientierten Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere, insbesondere der genetischen und physiologischen Grundlagen, und der Umwelt der Nutztiere. Ziel der Forschung ist eine nachhaltige Landwirtschaft sowie die Sicherung der menschlichen Ernährung. Zu den Forschungsfeldern zählen insbesondere die Erzeugung verbrauchergerechter Lebensmittel, die Tiergesundheit, Ressourceneffizienz bei der Zucht von Nutztieren sowie deren tier- und umweltgerechte Haltung. Hauptarbeitsrichtung ist die Untersuchung der biologischen Ursachen für Merkmalsausprägungen und Leistungen landwirtschaftlicher Nutztiere. Zur Mission des FBN zählt dabei auch, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um Tiergesundheit, Wohlbefinden, Leistung und Umweltverträglichkeit durch situationsgerechte und individuelle Versorgung der Tiere zu verbessern. Dazu gehört der Einsatz neuartiger Sensoren und Verfahren der Datenanalyse (z.B. für eine neue Generation der Zuchtwertschätzung) sowie die Anwendung sogenannter ‘omics’-Verfahren, um neue Merkmale und Biomarker für die Grundlagenforschung und die praktische Tierhaltung zu finden. Am FBN erforschen mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sechs Instituten (Genetik und Biometrie, Genombiologie, Fortpflanzungsbiologie, Verhaltensphysiologie, Muskelbiologie und Wachstum, Ernährungsphysiologie) in drei interdisziplinären Programmbereichen die tierseitigen Aspekte einer nachhaltigen Nutztierhaltung.
Gegründet wurde das FBN am 29. Januar 1993 als „Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere“ (FBN) mit Sitz in Dummerstorf und Rostock als Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Damit steht diese Institution auf agrarhistorischem Boden. Bereits 1939 wurde in Dummerstorf das renommierte Kaiser-Wilhelm-Institut für Tierzuchtforschung eingeweiht. Bis zu seiner Auflösung im Rahmen des Einigungsvertrags 1990 waren etwa 1.300 Mitarbeiter in der Einrichtung beschäftigt. Nach einer Evaluierung durch den Wissenschaftsrat im Jahr 1991 wurde Dummerstorf 1992 zum Standort des Instituts für Tierzucht als Teilbereich der Landesanstalt für Landwirtschaft und Fischerei des Landes Mecklenburg-Vorpommern. 1993 erfolgte dann die Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft. Im Dezember 2009 erfolgte die Umbenennung in Leibniz-Institut für Nutztierbiologie.


Tag der offenen Tür
Am Sonnabend, den 21. September, laden Forscher und Mitarbeiter des FBN und der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV (LFA) zu einem großen „Tag der offenen Tür“ für die ganze Familie ein. Von 10 bis 16 Uhr stehen die Wissenschaftler an zahlreichen Aktionsstationen auf dem Gelände des Forschungsinstitutes Rede und Antwort zu aktuellen Fragen der Lebensmittelproduktion sowie des Tierwohls und gewähren einen spannenden Einblick in ihre Arbeit. Absolut erwünscht ist es, sich selbst bei Experimenten auszuprobieren und aktiv mitzumachen.

IB/FBN

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