31.01.2020

Q-Fieber gefährdet die Gesundheit von Menschen und Tieren und senkt die Milchleistung

Epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass ...

© Zeljko Radolko - Fotolia

Epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass etwa jeder zweite Betrieb in Deutschland von Q-Fieber betroffen ist. Damit ist der Erreger eine unterschätzte Gefahr für Mensch und Tier, denn das Bakterium Coxiella burnetii hat ein breites Wirtsspektrum: Neben Rindern können auch Schafe, Ziegen und Vögel betroffen sein, und auch für den Menschen besteht Ansteckungsgefahr.

Wann könnte Q-Fieber im Tierbestand vorliegen?

Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf Q-Fieber-Infektionen im Betrieb hinweisen können, zum Beispiel Fruchtbarkeitsstörungen, erhöhte embryonale Sterblichkeit, vermehrte Nachgeburtsverhaltungen, ohne erkennbare Ursache fiebernde Tiere, lebensschwache Neugeborene oder auch eine Abnahme der Milchleistung. Klarheit kann dann ein Antikörpernachweis aus Blut oder Tankmilch bringen. Der Erreger lässt sich in Nachgeburt, Abortmaterial, Vaginalschleim und Milch auch direkt nachweisen.

Impfung gegen Q-Fieber kann den Infektionsdruck senken

Der Erreger zeichnet sich durch eine hohe Umweltresistenz aus und kann in sporenähnlicher Form bis zu 24 Monaten infektiös bleiben. Problematisch ist die Bekämpfung auch, da die Möglichkeit einer chronischen Infektion einzelner Tiere besteht und diese häufig unentdeckte Dauerausscheider sind. Wenn Coxiellen nachgewiesen wurden, kann daher eine Bestandsimpfung sinnvoll sein. In einigen Bundesländern wird dies von den Tierseuchenkassen finanziell unterstützt. Eine Tierhalter-Befragung der Niedersächsischen Tierseuchenkasse in 2017 ergab, dass 85 % der Landwirte, deren Betriebe betroffen waren, durch die Impfung eine deutliche Verbesserung der Symptome im Tierbestand feststellen konnten.

Gefahr durch Übertragung auf den Menschen

Ein weiteres Problem der Coxiellen-Infektion ist das Zoonose-Potenzial: Q-Fieber ist auch auf den Menschen übertragbar. Gerade bei akuten Infektionen im Betrieb sind die Menschen, die dort arbeiten (Landwirt und Familie, Tierärzte, Besamungstechniker, Klauenpfleger) besonders gefährdet. Anzeichen bei Menschen sind u. a. grippeähnliche Symptome und im chronischen Verlauf Herzinnenhautentzündungen. Bei schwangeren Frauen kann es zu Aborten und Frühgeburten kommen.

Höhere Milchleistung wiederherstellen

Ein durch Coxiellen belasteter Milchkuhbestand hat neben den gesundheitlichen Problemen auch wirtschaftliche Einbußen. Durch die Impfung können dagegen zum Beispiel die Fruchtbarkeit verbessert und die Rentabilität gesteigert werden, in dem die zuvor höhere Milchleistung wieder erreicht werden kann. Vor diesem Hintergrund ist die Bestandsimpfung für die betroffenen Betriebe auch wirtschaftlich relevant.

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