24.09.2018

Erstmals West-Nil-Virus-Infektion bei einem Vogel

Seit Anfang August werden deutschlandweit vermehrt Wildvögel tot aufgefunden, die zumeist an Usutu-Virus-Infektionen (USUV) ...

© Andreas Rose/Shutterstock.com

Seit Anfang August werden deutschlandweit vermehrt Wildvögel tot aufgefunden, die zumeist an Usutu-Virus-Infektionen (USUV) verendet sind. Das West-Nil-Virus (WNV), das ebenfalls Wildvögel infiziert, ist eng verwandt mit diesem Erreger. Daher werden sämtliche Wildvogel-Proben, die an das Nationale Referenzlabor für West-Nil-Virus-Infektionen am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) gesandt werden, stets auf beide Viren untersucht.

Nun wurde erstmals in Deutschland bei einem 3,5 Jahre alten männlichen Bartkauz, der Mitte August in Halle (Saale) in seiner Voliere tot aufgefunden worden war, eine WNV-Infektion festgestellt. Blutsaugende Stechmücken übertragen das Virus. Die wichtigsten Wirte sind Vögel. In selteneren Fällen kann auch eine Übertragung auf Pferde und den Menschen stattfinden. Daher beobachtet das FLI seit Jahren die Verbreitung von WNV in Europa.

WNV-bedingte Erkrankungen bei Menschen und Tieren treten seit Jahren in Süd- und Südosteuropa, z. B. in Italien, Griechenland, Ungarn, Rumänien, Frankreich, Kroatien und Serbien auf. In letzter Zeit gab es zudem Berichte über WNV-Nachweise und Erkrankungen in Österreich und Tschechien.

FLI

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