05.02.2019

Gefahr aus der Wüste

Was bei Dromedaren nur einen harmlosen Schnupfen hervorruft, kann für den Menschen tödlich enden: Eine Infektion mit MERS-Viren. Zwar ist seit der Entdeckung des Virus im Jahr 2012 erst ...

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Was bei Dromedaren nur einen harmlosen Schnupfen hervorruft, kann für den Menschen tödlich enden: Eine Infektion mit MERS-Viren. Zwar ist seit der Entdeckung des Virus im Jahr 2012 erst bei rund 2.000 Patienten eine Infektion nachgewiesen worden, allerdings haben 36 Prozent die schwere Lungenkrankheit MERS nicht überlebt. Bislang haben sich die Patienten meist bei Dromedaren auf der Arabischen Halbinsel angesteckt, eine Übertragung von Mensch zu Mensch kam eher selten vor. Dies könnte sich jedoch ändern, da das Virus mutiert.

Ein Wissenschaftlerteam vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen hat Virus-Mutationen untersucht und festgestellt, dass sie das Virus resistenter gegen die Abwehrkräfte der Patienten machen. Eine der nächsten Veränderungen könnte dazu führen, dass die Viren leichter von Mensch zu Mensch übertragen werden. Ein infizierter Reisender könnte dann eine Infektionskette auslösen, die zu einer Pandemie führt.

Deutsches Primatenzentrum GmbH

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