24.09.2018

Tausendfüßler gegen „Magen-Darm“

Madagassische Rotstirnmakis wurden von einer Forscherin am Deutschen Primatenzentrum Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen dabei beobachtet, wie sie ...

© Louise Peckre

Madagassische Rotstirnmakis wurden von einer Forscherin am Deutschen Primatenzentrum Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen dabei beobachtet, wie sie auf Tausendfüßlern kauten und sich mit den zerkauten Tausendfüßlern Haut und Fell rund um Genitalien, Darmausgang und Schwanz eingerieben haben. Wissenschaftler am Primatenzentrum gehen davon aus, dass die Lemuren auf den Tausendfüßlern kauen und sich mit den zerkauten Tieren einreiben, um durch Darmparasiten hervorgerufene Symptome wie Juckreiz und Gewichtsverlust zu vermeiden und zu behandeln.

Tausendfüßler scheiden Benzochinon aus, eine chemische Verbindung, die auch Mücken abwehrt. Das Fressen und Einreiben könnte dazu beitragen, Magen-Darm-Parasiten loszuwerden und speziell gegen bestimmte Nematoden wirken, die bekanntermaßen Hautirritationen rund um den Darmausgang hervorrufen.

Deutsches Primatenzentrum

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