07.01.2019

Okapijungtier während Beinoperation verstorben

Freud und Leid liegen auch in der Wilhelma manchmal dicht beieinander: Erst Anfang Oktober konnte der Zoologisch-...

© Wilhelma Stuttgart

Stuttgart. – Freud und Leid liegen auch in der Wilhelma manchmal dicht beieinander: Erst Anfang Oktober konnte der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart die Geburt eines kleinen Okapibullen bekannt geben. Dann verstarb das knapp drei Wochen alte Jungtier jedoch am 23. Oktober während einer notwendig gewordenen Operation des rechten Vorderlaufes. Während der Narkose erlitt es einen Kreislaufzusammenbruch.

Für Okapiweibchen „Nyota“ war es der erste Nachwuchs. Sie kümmerte sich zwar liebevoll um ihren Sohn, ließ ihn allerdings nicht an ihrem Euter trinken. Auch die extrem wichtige Erstlingsmilch, die Neugeborene direkt nach der Geburt mit Antikörpern zum Aufbau des Immunsystems versorgt, hat „Nyota“ ihrem Kalb verweigert. Der kleine Bulle wurde darum ersatzweise mit Erstlingsmilch einer Kuh gefüttert. Anschließend zogen die Tierpfleger das Jungtier mit der Flasche groß.

Der Kreislaufkollaps zum Ende der OP kam überraschend. Erste Erkenntnisse aus der Sektion deuten auf eine unterschwellige Blutvergiftung hin, die im Vorfeld nicht festgestellt werden konnte. Vermutlich hatte das Jungtier aufgrund der fehlenden Erstmilch zu wenig Abwehrkräfte und ein geschwächtes Immunsystem. Diese Faktoren erhöhen das Risiko bei einer Narkose.

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