05.02.2019

Wichtige Mission für Mishmi-Takin „Ramona“

München. – Anfang November ist Takin-Kuh „Ramona“ von Hellabrunn in den Tierpark Berlin gezogen. Dort wird sie gemeinsam mit ...

© Hellabrunn 2017/Stefan Katzlinger

München. – Anfang November ist Takin-Kuh „Ramona“ von Hellabrunn in den Tierpark Berlin gezogen. Dort wird sie gemeinsam mit weiteren Takinen auf eine große Tour vorbereitet: Voraussichtlich Anfang 2019 sollen die Tiere nach Indien reisen.

Im Tierpark Hellabrunn gehören die Mishmi-Takine eher zu den weniger beachteten Tierarten – doch ein Besuch bei den zotteligen Hornträgern lohnt sich allemal: Die Tiere, die zur Gruppe der Ziegenartigen gehören, sind optimal an ihren ursprünglichen Lebensraum in den Hochgebirgen des Himalayas angepasst. Mit ihren stämmigen, kurzen Beinen und den breiten Hufen sind sie trittsicher und kommen in Höhen von bis zu 5.000 Metern vor. Ihr dichtes Fell ist mit einem öligen Hautfett getränkt und schützt vor dem feuchtkalten Klima des Hochgebirges. Auch ihre Füße sind eine hilfreiche Anpassung: Zwei ihrer Klauen können sie abspreizen – auf felsigem Terrain haben sie deshalb einen sicheren Tritt und im Schnee sinken sie nicht so tief ein.

Da Mishmi-Takine auch in ihrem Verbreitungsgebiet zu den unbekannteren Tierarten zählen, hat es sich der Padmaja Naidu Himalayan Zoological Park im indischen Darjeeling zur Aufgaben gemacht, die Bevölkerung auf Takine und ihren bedrohten Lebensraum aufmerksam zu machen. Im Rahmen dieses Projektes ist es geplant, dass Ramona im Frühjahr 2019 mit einer Gruppe von Takinen aus europäischen Zoos nach Indien zieht. Bevor es losgeht, werden die Tiere im Tierpark Berlin auf ihre große Reise vorbereitet. Dies beinhaltet unter anderem einen ausführlichen Gesundheitscheck sowie ein Kistentraining, damit die Tiere sich an die Transportbox gewöhnen können.

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