21.09.2018

Wild gefangene Elefanten leben kürzer

Die Menschheit fängt seit mehr als 3.000 Jahren wildlebende asiatische Elefanten, um sie als Arbeitstiere oder zur Unterhaltung einzusetzen. Wilde Elefanten werden bis zum heutigen Tag...

© Virpi Lummaa

Die Menschheit fängt seit mehr als 3.000 Jahren wildlebende asiatische Elefanten, um sie als Arbeitstiere oder zur Unterhaltung einzusetzen. Wilde Elefanten werden bis zum heutigen Tag gefangen, obwohl der Bestand asiatischer Elefanten im Freiland rückläufig ist. Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat jetzt detaillierte Aufzeichnungen über asiatische Elefanten, die in der Forstwirtschaft in Myanmar eingesetzt wurden, analysiert und die langfristigen Auswirkungen des Fangs untersucht, einschließlich der Rolle verschiedener Fangmethoden.

Die Studie zeigt, dass Wildfänge noch ein Jahrzehnt nach ihrem Fang eine erhöhte Sterblichkeitsrate aufweisen und ihre Lebenserwartung im Vergleich zu in Gefangenschaft geborenen Tieren um mehrere Jahre kürzer ist. Das erhöht den Druck auf die gefährdeten Freilandpopulationen, wenn Wildfänge weiterhin nicht eingeschränkt werden, mit möglicherweise negativen Auswirkungen auf deren Bestandsaussichten.

Die Ergebnisse der aktuellen Studie an Elefanten zeigen, dass weitere Forschung notwendig ist, um beurteilen zu können, ob der Fang wilder Tiere auch bei anderen Arten langfristige negative Auswirkungen hat. Wann immer das Einfangen von Tieren für die Zwecke des Naturschutzes oder der Forschung unvermeidlich ist, sollten Tierärzte und Biologen zusammenarbeiten, um tierschutzfreundliche Verfahren einzusetzen und zu verbessern. Dabei ist die Unterstützung gefangener Wildtiere in der Zeit unmittelbar nach dem Fang besonders wichtig.

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